| Die ersten Skuddenim Pflegeeinsatz |
Vorbereiten der Fläche durch Aufstellen eines
Wildschutzzaunes |
Widerstandsfähig mit bescheidenen Ansprüchen
Skudden
sind mit nur 60 cm Widerristhöhe
die kleinsten deutschen Landschafe. Ein Mutterschaf erreicht ein
Gewicht von 30-40 kg (vergleichbar mit einem Reh), ein Bock 35-50
kg. Die Böcke
der Skudden haben ein schweres Schneckengehörn, während
ihre Zibben (weibliche Tiere) von Hornlosigkeit über Hornstummel
variieren. Die Wollfarbe der Skudden ist weiß, scharz, gelegentlich
brau oder grau, immer ganzfarbig.
Der
Futterbedarf der Skudden ist im Vergleich zu den in der Profi-Schäferei
gehaltenen Rassen recht gering, dennoch sind diese Tiere keine
Hungerkünstler. Unerlässliche Voraussetzung für
die Skudden ist die Deckung ihres Rohfaserbedarfs. Dazu genügen
ihnen sehr magere (sandige) Standorte; im Winter nehmen sie auch
armdicke Äste von Laub- und Nadelbäumen. Will man Obstwiesen
mit ihnen beweiden, muss man vor allem jüngere Bäume
hermetisch vor Verbiss schützen.
Die Tiere können in kleinen
Gruppen Sommer wie Winter im Freien gehalten werden und benötigen
keinen Stall, wenn sie auf der Fläche einen windgeschützten
trockenen Unterstand haben. Die Rasse ist robust gegen Parasiten
und Krankheiten und zeichnet sich durch eine problemlose Lammung
aus. Damit eignet sich diese Schafrasse hervorragend, um mit ihr
Landschaftspflege zu betreiben.
Überzeugende Pflegeerfolge
Inzwischen pflegen Skudden wertvolle Teile der
Emmericher Ward und des Kranenburger Bruches, werden aber zunehmend
auch für die Pflege von Streuobstwiesen
angefragt. Eine vom Land NRW finanzierte mobile Elektrozaunanlage hilft beim
Abgrenzen der Flächen und sichert damit einen zielgerichteten Einsatz
der vierbeinigen Landschaftspfleger. Skeptiker sind mittlerweile von der Arbeit
der Skudden auf den Flächen und ihrer zweibeinigen Betreuer überzeugt,
die das Management der Pflegemaßnahmen und der Tiere ehrenamtlich durchführen.
Um ihr Engagement zu professionalisieren, haben sich die Skuddenhalter im Nordkreis
2006 zu dem Verein "Landschaftspflege im Kreis Kleve e. V." zusammengeschlossen.
Die Mutterschafherde ist so auf ca. 125 Tiere angewachsen. Die regelmäßige
Beweidung der verschiedenen Flächen zwischen Kranenburg, Kleve und Emmerich
wurde vertraglich abgesichert. Zur Refinanzierung wurden Grünlandprämien
beantragt.
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Ostpreußische Skudde:
Kleinste deutsche Landschafrasse |
Leben ganzjährig im Freien –benötigen
nur kleinen windgeschützten UnterstandSind robust,
anspruchsbescheiden und widerstandsfähig gegen Parasiten
und Krankheiten |