Neue „Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuer*innen“ zertifiziert
Wachtendonk/Geldern. Ein halbes Jahr intensiver Ausbildung, Fortbildungen und praktischer Naturschutzarbeit fand am Samstag, 26. September, seinen feierlichen Abschluss: Zwölf Teilnehmer*innen haben erfolgreich die Zertifizierung zu „Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuern“ abgeschlossen.
Die Abschlussprüfung begann um 9 Uhr mit einem schriftlichen Multiple-Choice-Test. Im Anschluss stellten die Teilnehmer*innen im Rahmen der mündlichen Prüfung ihre eigenen, selbstständig entwickelten und umgesetzten Naturschutzprojekte vor. Außerdem wiesen sie mit ihrem Ehrenamtsfahrplan ihre praktischen Tätigkeiten von Februar bis September 2026 nach.
Die Ausbildung war Teil des Projektes „Ehrenamt im Naturschutz stärken“ (EiNs), einer Kooperation der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA), des NABU-Naturschutzzentrums Gelderland, des Naturparks Schwalm-Nette und der NaturGarten e. V. Regionalgruppe Linker Niederrhein. Das Projekt wird durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) gefördert und hat den Südkreis Kleve als Schwerpunktraum.
In mehreren Blockseminaren und Exkursionen erhielten die Teilnehmer umfangreiche Einblicke in unterschiedliche Bereiche des praktischen Naturschutzes. Auf dem Programm standen unter anderem Landschaftspflege, Streuobstwiesen und Obstbaumschnitt, Artenkenntnis, invasive Neobiota, Naturschutzrecht, Arbeitssicherheit sowie Öffentlichkeitsarbeit, Didaktik und Kommunikation.
Von ursprünglich 19 gestarteten Teilnehmer*innen traten zwölf zur Prüfung an – alle zwölf bestanden erfolgreich. Besonders beeindruckend war die Vielfalt der selbst gewählten Projekte und das hohe Maß an Eigenständigkeit bei deren Umsetzung.
Den feierlichen Abschluss bildete die Übergabe der Zertifikate durch Stefan Wallney, Geschäftsführer des NABU-Naturschutzzentrums Gelderland. Damit sind zwölf neue, qualifizierte Ehrenamtliche bereit, ihr Wissen künftig aktiv für den Schutz und die Entwicklung wertvoller Lebensräume einzusetzen.
Gruppenfoto (Foto: M. Hertel)
