NABU - Naturschutzzentrum Gelderland - TOPFRAME
k.gif 1.gif
logo1.gif Topimage
1.gif
NABU - Naturschutzbund Kreisverband Kleve e. V. - Eulen

Projekte
- Eulen

 

Eulenschutz

 


Jung-Eulen, die aus dem Nest gefallen sind:

- nie mitnehmen, sondern auf einen dicken Ast setzen!

 

 

Schleiereule

Lebensweise und Schutz

Die Schleiereule ist als Kulturfolger auf eine offene, reich strukturierte Kulturlandschaft mit Dörfern und Gehöften angewiesen. In strengen Wintern braucht sie auch Nahrung innerhalb von Scheunen. Da sich die Tiere meistens von Mäusen ernähren, liegt die Ursache für den Bestandsrückgang der Schleiereulen hauptsächlich an fehlenden Brutmöglichkeiten. Die Vermehrungsrate hängt natürlich auch von der aktuellen Mäusepopulation ab. Die Schleiereule ist auf der Roten Liste Nordrhein-Westfalens als 'gefährdet und von Naturschutzmaßnahmen abhängig' aufgeführt.

Deswegen werden vom Naturschutzbund spezielle Nistkästen angefertigt und an sicheren Stellen in Gebäuden aufgehängt, damit Nesträuber die Brut nicht erreichen können und die Eulen ungestört den Tag verschlafen können. Diese Nistkästen werden gerne angenommen. Aufwändig ist allerdings die jährliche nächtliche Brutkontrolle und Reinigung nach der Brut. Selten sind zwei Bruten in Jahren mit extrem hoher Mäusedichte. Dann können statt der üblichen 2 bis 3 Jungen pro Brut im Extremfall 4 bis 6 Junge groß werden.

Schleiereule  Schleiereule

Nistkästen-Betreuung

Nistkastenreinigung    Hans Tersteegen

       Hans Tersteegen (Bild rechts) schützt seit 1978 alle heimischen Eulenarten. Von den ca. 140 betreuten Eulennistkästen reinigt er hier einen für den Steinkauz.

a) Ortsgruppe Geldern/Issum

Die Eulen dieser Ortsgruppe betreuen federführend Hans-Joachim Tersteegen und Hanspeter Weiß. Einige Nistkästen betreut Hermann-Josef Windeln mit der Jugendgruppe (Naju- Gruppe Geldern/Issum). Insgesamt werden ca. 60 Nistkästen nachts Ende Juni auf Bruterfolg kontrolliert und im Winter gereinigt.

Bruten und Brutstatistik

Junge Schleiereule Eule mit Maus
flying_owl

b) Hubert Lemken mit Landjugend Keppeln

Die Landjugend Keppeln hängt seit 1992 Nistkästen für Schleiereulen auf, inzwischen sind es rd. 120 Nisthilfen, die betreut werden.

Übersicht Schleiereulenbetreuung Landjugend Keppeln

 

Kastenanzahl

Brutplätze

Tageseinstände

1993 12 2 2
1994 15 3 6
1995 24 2 7
1996 29 7 9
1997 35 8 11
1998 45 15 14
1999 95 33 25
2000 99 43 24
2001 115 55 23
2002 122 50 27
2003 124 45 26
2004 125 50 23
2005 117 62 20
2006 118 38 30
2007 118 59 22

*) 1993 haben wir 33 Nistkästen von Walter Stöver (13 Brutpaare) übernommen

**) 2005 haben wir 9 Nistkästen an Werner Reintjes – neuer Gebietsbetreuer Kleve; (5 Brutpaare) abgegeben


c) Ortsgruppe Kevelaer

Schon 1981 wurde der erste Schleiereulen-Nistkasten installiert. Fast jedes Jahr wird dieser Nistkasten zur Brut genutzt! In den folgenden Jahren wurden insgesamt rund 70 Nistkästen von der Ortsgruppe gebaut und installiert. Im Laufe der Jahre gingen davon allerdings einige verloren, andere wurden von Dohlen besetzt. 2012 wurden somit noch 40 Nistkästen kontrolliert. Die Belegung der Nistkästen ist unterschiedlich. Neben den Schleiereulen brüten darin Dohlen, Hohltauben, Turmfalken und gelegentlich auch der Steinkauz. In den besten Mäusejahren zählen wir im Betreuungsgebiet Kevelaer-Weeze bis zu 25 Brutstellen der Schleiereule. Das dürfte eine der höchsten Brutdichten dieser Vogelart in ganz Deutschland sein!

Brut-Statistik

Neben der Betreuung der Schleiereulen-Nistkästen wurden auch umfangreiche Untersuchungen der Schleiereulengewölle durchgeführt. Somit konnten nicht nur die Nahrungsgewohnheiten der Schleiereule für unseren Raum nachgewiesen werden, sondern auch eine Artenliste der hier vorkommenden Kleinsäuger.


Brut-Statistik

Steinkauz

Lebensweise und Schutz

Der Steinkauz ist nur ca. 22 cm lang. Wegen seiner 'Kontaktfreude' mit lauten 'kijau'-Rufen ist er nachts leicht zu orten und im Juni sogar tagsüber, wenn er seine Jungen betreut. Dann zeigt er bei Erregung sein 'höfisches Knicksen', d.h. er zeigt kurz und häufig Kniebeugen. Probleme hat er bei der Aufzucht seiner Jungen. Geeignete Höhlen sind selten geworden. Waldkäuze, Marder und Katzen stellen den Jungen zusätzlich nach.

Die kleinste Eulenart im Kreis Kleve ist bundesweit stark gefährdet , kommt bei uns noch regelmäßig vor:
(2001: ca. 755 Brutpaare, kartiert vom Naturschutzzentrum im Kreis Kleve )

- wegen des milden Klimas,
- der noch häufiger vorkommenden hofnahen Viehweiden,
- der landschaftstypischen Kopfweiden als Brutplatz (Die Obstwiesen sind weitgehend verschwunden. Leider trifft dies zunehmend auch für die Kopfweiden zu.)
- des starken Engagements des Naturschutzbundes, der im Kreis Kleve das knappe Höhlenangebot durch mardersichere Nistkästen ergänzt.

Deswegen ist der Steinkauz im Kreis Kleve auf der Roten Liste als 'gefährdet' und von Naturschutzmaßnahmen 'abhängig' eingestuft.

Nistkasten-Betreuung

a) Ortsgruppe Geldern/Issum

Die Eulen dieser Ortsgruppe betreuen federführend Hans-Joachim Tersteegen und Hanspeter Weiß. Einige Nistkästen betreut Hermann-Josef Windeln mit der Jugendgruppe (Naju- Gruppe Geldern/Issum). Insgesamt werden ca. 60 mardersichere Nistkästen nachts im Juni auf Bruterfolg kontrolliert und im Winter gereinigt.

Bruten und Brutstatistik

Steinkauzröhre Nistkasten innen
Roehre im Baum Roehre
Steinkäuze Bewohnte Steinkauzröhre

Steinkaeuze

Der Schnappschuss mit zwei Jungen gelang Erich Staudt

Steinkauz in Roehre

b) Hubert Lemken mit Landjugend Keppeln

Unter Leitung von Hubert Lemken betreut die Landjugend ca. 20 Nistkästen für Steinkäuze. Daneben setzt sich die Landjugend seit Jahren mit Obstbaumpflanzaktionen für den Erhalt und die Neuanlage von zentralen Lebensräumen für den Steinkauz ein.

Waldkauz

Lebensweise und Schutz

Der Waldkauz ist mit ca. 38 cm Körperlänge und etwa 100 cm Spannweite unsere größte brütende Eule im Kreis Kleve. Am bekanntesten ist der Revierruf des Männchens, der wie 'huhuhu-huuu' klingt, beantwortet vom 'Schirken' des Weibchens, das auch das gemeinsame Revier verteidigt. Der Waldkauz ist sehr variabel in der Nistplatz- und Nahrungswahl. Notfalls brütet er auch am Boden oder in alten Nestern. Neben Kleinsäugern werden auch Kleinvögel erbeutet. Deswegen ist sein Bestand zur Zeit nicht gefährdet.
Trotzdem sind geeignete Höhlen für seine Brut rar.
Seine Brut beginnt zum Teil schon im Februar. Die Jungenanzahl hält sich in Grenzen. Durchschnittlich sind es nur 2 bis 3 Küken, die pro Jahr flügge werden.

Waldkauz

Nistkasten-Betreuung

Die Eulen der Ortsgruppe Issum-Geldern betreuen federführend Hans-Joachim Tersteegen und Hanspeter Weiß. Insgesamt werden ca. 10 Nistkästen nachts Ende April/Anfang Mai auf Bruterfolg kontrolliert und im Winter gereinigt.

Bruten und Brutstatistik - Erfolgreiche Bruten in 2005: 7

ca. 3 und 4 Wochen alte Waldkäuze
Waldkauz Waldkauz

Waldohreule

Lebensweise und Schutz

Die hübsche Waldohreule wird ca. 36 cm lang mit einer Flügelspannweite von etwa 95 cm. Man kann sie mit Glück tagsüber schlafend an einen Baumstamm gelehnt antreffen. Ihre hervorragende Tarnung schützt sie vor 'hassenden' Kleinvögeln. Dabei dienen die Federohren ebenfalls der Tarnung, nicht dem Hören.
Waldohreulen brüten z. B. in verlassenen Elster-, Krähen- oder Taubennestern. Ihre Anwesenheit merkt man meistens nur an den Speiballen (Gewölle) oder den laut nach Nahrung fiependen Jungeulen im Sommer. Im Winter gibt es manchmal Invasionen von Waldohreulen aus dem Nordosten Europas.
Sie sind bei uns nicht gefährdet und lieben dicht gewachsene immergrüne Bäume im Garten.
Deswegen unternimmt der Naturschutzbund auch keine besonderen Naturschutzmaßnahmen. Lediglich erfolgreiche Bruten oder Reviere werden notiert, falls wir sie entdecken.

Waldohreule    Waldohreule

Zur Waldohreule haben wir auch einen interessanten Bericht in unserem Heft NiKK 01/2005 veröffentlicht .



Uhu

Unsere größte Eule mit ca. 70 cm Körperlänge und bis 188 cm Spannweite ist zur Zeit in der Ausbreitung begriffen. In den Niederlanden gibt es schon brütende Uhus. 2005 gab es einen Ansiedlungsversuch eines vorjährigen Männchens mit Revierrufen in Geldern. Das Tier verletzte sich tötlich an einer Stromleitung. Ein weiteres Tier hielt sich 2005 an der Issumer Fleuth in Geldern auf. Inzwischen ist der Uhu Brutvogel mit einigen Paaren an Baggerlööchern im Nord- und Südkreis KLeve.

Uhu Uhu

Toter Uhu Toter Uhu, gefunden am Welberssee in Geldern

Der oben gezeigte tote Uhu nah betrachtet    Uhu

Zum Uhu haben wir auch einen interessanten Bericht in unserem Heft NiKK 02/2005 veröffentlicht .

 


Hier gehts zu:
 
 

- Schleiereule
- Steinkauz
- Waldkauz
- Waldohreule
- Uhu



Kontakte:
 
  Kalkar:

- Janssen;
  02824-2910
- Minor;
  02824-5381
Kevelaer, Weeze:

- ;
  02832-7626

Goch, Bedburg Hau,
Uedem, Weeze:

- ;
  02825-539698

Kleve, Kranenburg:

- Werner Reintjes;
  02821-4232

Geldern, Issum, Rheurdt, Kerken:

- Tersteegen, Hans-Joachim:
  02824-7696
-

Geldern, Issum:

- ;
  02831-6793