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NABU - Naturschutzbund Kreisverband Kleve e. V. - Emmerich

Ortsgruppen
- Emmerich

 
Emmerich

Ortsgruppe Emmerich

  • Mithilfe bei der Betreuung der Naturschutzgebiete Emmericher Ward und Hetter sowie der Teiche am Moddeich
  • Pflegearbeiten auf einer Streuobstwiese am Eltenberg
  • Aktionen für Baumschutz
  • umweltgerechte Planungen in und um Emmerich - u.a. keine B 8 im Hang des Eltenberges
  • Kindergruppe
  • Foto-AG

Einst initiiert von Wolfgang Tillmanns war die Ortsgruppe Emmerich schon vor über 40 Jahren eine der Keimzellen des NABU am Niederrhein, der aus dem damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV) hervorging. Der Einsatz der Ortsgruppe für die Schaffung von Schutzgebieten in der international bedeutsamen Rheinaue trug maßgeblich zur Ausweisung der Naturschutzgebiete Emmericher Wardund Hetter bei. Inzwischen werden diese Schutzgebiete durch die NABU-Naturschutzstation Niederrhein in Kranenburg professionell betreut, mit der die Ortsgruppe Emmerich eng zusammenarbeitet. Die Ortsgruppe kümmert sich außerdem tatkräftig um das NSG Teiche am Moddeich.

Bei der Pflege von Flächen in der Emmericher Ward und auf dem Eltenberg arbeitet der NABU auch mit "vierbeinigen Landschaftspflegern", genauer mit Ostpreussischen Skudden, einer alten Landschafrasse.
Aber auch für die Erhaltung und Entwicklung der Wasserschutzgebiete Helenenbusch und Vrasselt sowie der Waldgebiete und Baumbestände in Emmerich (mit knapp 10 % Waldanteil ist Emmerich waldarm!) setzen wir uns ein.
Bereits heute wird unsere Stadt auf fast 20 km Länge von vier Verkehrsachsen durchzogen (Autobahn A3, B8, Bahnstrecke und Rhein). Deshalb hat sich unsere Ortsgruppe immer wieder mit Vorschlägen für eine naturschonende Verkehrsgestaltung und eine Verbesserung der Wohnqualität in den bereits zu Wohnzwecken erschlossenen Bereichen der Stadt eingesetzt, um eine weitere Zersiedelung und Zerteilung der Landschaft zu verhindern. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die aktuelle Planung der vom NABU grundsätzlich abgelehnten Betuwelijn (Betuwe-Linie) dar.
Da die Natur viele "Anwälte" braucht, versuchen wir auf die Entscheidungen in Stadt und Land durch Stellungnahmen zu Planungsvorhaben Einfluss zu nehmen, wie zum Beispiel bei der Betuwelijn bei Abgrabungen, Ausweisung von Gewerbegebieten und dem Bau von Windkraftanlagen.

Exkursionen, Radwanderungen und Vorträge gehören ebenfalls zu unseren weiteren Aktivitäten.

Unterstützung gewünscht
Wenn Sie uns unterstützen möchten, sei es finanziell, ideell oder durch aktive Mitarbeit, dann werden Sie Mitglied im NABU oder kommen Sie ganz einfach zu unseren Veranstaltungen. Hinweise finden Sie jeweils in der Tagespresse und unter "Aktuelles" zur Ortsgruppe Emmerich und zum Kreisverband.

Aktuelles:

Offener Brief an den Bürgermeister und die Ratsfraktionen der Stadt Emmerich anlässlich der Ratssitzung am 03.11.2015

Treffen der Ortsgruppe Emmerich des Naturschutzbundes

Beim Mitgliedertreffen der Ortsgruppe Emmerich des Naturschutzbundes Deutschland am 10.09.2015 bei Franz an der Rheinpromenade wurden Adalbert Niemers als Sprecher und Rüdiger Helmich als stellvertretender Sprecher der Ortsgruppe wiedergewählt.
Ulrich Kosinsky zeigte in einem interessanten Vortrag über das Naturschutzgebiet "Teiche am Moddeich" seine schönsten Fotos von Pflanzen und Tieren aus dem Gebiet und berichtete von interessanten Beobachtungen von Libellen, Eisvögeln und Bibern. Christian Langner, Gebietsbetreuer von der NABU Naturschutzstation Niederrhein in Kranenburg, gab Auskünfte zur Gebietsbetreuung und zu den Schutzzielen. Er wies darauf hin, dass im kommenden Winter leider eine Müllsammelaktion notwendig sei, wofür noch freiwillige Helfer gesucht würden.
Gregor Reintjes berichtete von einer Müllsammelaktion des Heimatvereins Hüthum/Borghees außerhalb des Naturschutzgebietes, die leider sehr erfolgreich gewesen sei und demnächst wiederholt würde.
Hier könnte man mit vereinten Kräften noch mehr erreichen.

Bei dem Thema Planungsvorhaben entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zur Planung der Betuwelinie. Dabei gab es harte Kritik an der DB, an Straßen NRW und am Bürgermeister, weil sie versucht haben, die Planung der optimierten Gleisbettvariante in Elten zu verhindern, obwohl die von ihnen befürwortete Bergvariante den Hang des Eltenberges erheblich beschädigen und einen optimalen Lärm-, Unfall- und Brandschutz ebenso verhindern würde, wie einen Bahnhaltepunkt in der Nähe des Ortskerns und den Erhalt der Fußball- und Tennisplätze.
Ein weiteres Thema waren die von Mountainbikern angerichteten Schäden auf dem Eltenberg außerhalb der festen Wege. Hier wurde der Stadt Emmerich vorgeworfen, dass sie noch keine Initiative ergriffen habe, um zusammen mit der Unteren Landschaftsbehörde und der Forstbehörde dagegen vorzugehen. Unverständnis herrschte über den Wunsch von Bürgermeister und Stadtwerken nach einem Gewerbegebiet für Logistik-Betriebe nördlich der Autobahn im Wasserschutzgebiet.
Am 17.Oktober will die Ortsgruppe Pflegearbeiten auf der Obstwiese auf dem Eltenberg durchführen. Dafür werden noch Helfer gesucht.

Treffen der Ortsgruppe Emmerich des Naturschutzbundes

Am Donnerstag, dem 10.09.2015, findet ab 19:30 in der Gaststätte Franz, Rheinpromenade 5, Emmerich, ein Mitgliedertreffen der Ortsgruppe Emmerich des Naturschutzbundes Deutschland, NABU, statt.

Unter dem Motto "Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen einschließlich des Artenschutzes" möchten die Aktiven des NABU in Emmerich ihren Beitrag für eine lebenswerte und liebenswerte Stadt leisten. Beginnen wird die Veranstaltung mit einem Kurzvortrag von Ulrich Kosynski mit dem Thema
Das Naturschutzgebiet "Teiche am Moddeich"
mit interessanten Aufnahmen von der Pflanzen- und Tierwelt des Gebietes.
Neben den Regularien stehen sodann die Neuwahl des Sprechers der Ortsgruppe und seines Vertreters an.
Zudem werden eine Reihe von Möglichkeiten vorgestellt, aktiv mitzuarbeiten.
Deshalb gibt es Informationen über die Arbeit des Naturschutzbundes in Emmerich zur Raumplanung im Emmericher Norden und Westen (Betuwelinie, Biotopverbund, Windkraft und Wasserschutz) und zu den im Oktober anstehenden Pflegearbeiten auf dem Eltenberg. Außerdem werden noch Helfer bei der Standbetreuung, bei Kartierungsarbeiten und nicht zuletzt Betreuer für eine Kindergruppe, die der NABU gerne wieder starten möchte, gesucht. .

Auch Nichtmitglieder sind zu der Veranstaltung herzlich willkommen.

Presseinformation Mountainbiken auf dem Eltenberg

NABU lehnt Parcours fü Mountainbiker auf dem Eltenberg ab (PDF))

Leserbrief von Adalbert Niemers

Grenzüberschreitendes Gewerbegebiet

Mit Erschrecken habe ich den Zeitungsberichten der vergangenen Tage entnommen, dass sich der Leiter der Stadtwerke und der Bürgermeister der Stadt Emmerich für ein grenzüberschreitendes Gewerbegebiet zwischen Autobahn und der Landesgrenze bei `s-Heerenberg einsetzen.
Zwar ist es sinnvoll, den Industriehafen in Emmerich besser auszunutzen und den Gleisanschluss hierfür zu verbessern und auch die ausgewiesenen Gewerbeflächen zu vermarkten, jedoch sollte der westliche Teil der Hetter zwischen der B220 im Westen und dem Naturschutzgebiet im Osten unbedingt von Industrie und Gewerbe freigehalten werden. Dieser Bereich ist Teil eines verbliebenen unzerschnittenen grenzüberschreitenden Freiraums von mehr als 2.000 ha Größl;e nördlich der Autobahn zwischen B220 im Westen und der Isselniederung im Osten.
Die Wild, der Netterdensche Kanal und die Landwehren befinden sich in einem zusammenhängenden System von alten Flutmulden des Rheins und sind Teil einer Biotopverbundzone zwischen den international bedeutsamen Naturschutzgebieten Oude Rijnstrangen im Westen und Hetter im Osten.
Hier befinden sich Rastplätze und wichtige Flugrouten für Wildgänse und Limikolen, aber auch der beliebte Radwanderweg vorbei am Mu-Cafe mit dem schönen Blick auf Eltenberg und Bergher Bos.
Hier befindet sich auch einer der letzten verbliebenen Retentionsräume für den Fall, dass der verbliebene überflutungsbereich des Rheins einmal nicht mehr ausreichen sollte. Auch der Grundwasserstrom, der die Wassergewinnungsanlage im Helenenbusch speist, durchzieht dieses Gebiet. Deshalb ist ein großl;er Teil dieses Bereichs Wasserschutzgebiet. Gerade der Leiter der Stadtwerke und der Bürgermeister müssten eigentlich verhindern, dass hier Gewerbe angesiedelt wird. Sollte das nicht der Fall sein, wird der Naturschutzbund wie schon vor 14 Jahren erneut die Bevölkerung über die dann drohenden Gefahren ausführlich informieren.

Vortrag Naturschutz als Zukunftsaufgabe

NABU und Bund befürworten eine optimierte "Gleisbett-Variante" ("ten-Brink-Variante")

Der Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Kleve, und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Kleve befürworten nach dem derzeitigen Planungsstand in den Planungsvorhaben Betuwelinie und Aufhebung der Bahnübergänge am Fuß des Eltenberges nach wie vor die Verlegung der Bahntrasse auf die Trasse der jetzigen B8, wodurch mithilfe einer Straßenführung auf der bisherigen Bahntrasse der "Viadukt" und die folgenden drei Bahnübergänge in Richtung Landesgrenze durch zwei Straßenunterführungen ersetzt werden können.

Eine solche Führung der Bahntrasse wurde im Wesentlichen bereits in den neunziger Jahren von der DB erwogen und von der zuständigen Straßenbaubehörde gewünscht. Hierdurch könnten der Steilhang des Geotops Eltenberg und der dort stockende Eichenniederwald, der zugleich einen Schutzwald darstellt, und der Wanderweg oberhalb der Bahnlinie weitgehend erhalten bleiben, während sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen in diesem Bereich überhaupt nicht möglich wären, sondern nur Ersatzmaßnahmen an anderer Stelle. Gerade das ließe aber befürchten, dass der Geotop Eltenberg auch weiterhin Stück für Stück entwertet würde.

Weitere Vorteile ergeben sich für die Verkehrsführung, die Immissionsbelastung im Ortskern Elten, den Brandschutz, die Schaffung eines Haltepunktes in der Nähe des Ortskerns mit Parkmöglichkeiten, die Querungsmöglichkeiten für Radfahrer, Fußgänger, die Verkehrssicherheit und den Erhalt des Sportplatzes.

Unverständlich ist, dass die Planer in beiden Verfahren sich nicht die Mühe gemacht haben, auf der Basis der Gleisbett-Variante eine optimale Lösung zu finden. Dann hätten sie nämlich erkennen können, dass sich auch bei der "Gleisbettvariante" bei enger Anlehnung der neuen Gleise an den bestehenden Bahnkörper die Inanspruchnahme niederländischen Gebietes, die Verlegung der Wild und eine Beschädigung der Saumbiotope südlich der Wild sowie der Verlust der Pionierbrücke und der Mühle vermeiden lassen.

Man muss dazu die Gleise nur um wenige Meter nach Südwesten verschieben.

Die gleichwohl erforderlichen Eingriffe in Natur und Landschaft sind durch im Wesentlichen ortsnahe Ausgleichs-und Ersatzmaßnahmen kompensierbar.

Umgekehrt ist die von den Planern bevorzugte "Bergvariante", bei der Teile des Steilhanges des Eltenberges für die neue B8 mit hohen Stützmauern und offenbar für den Einbau eines neuen Wanderweges in Anspruch genommen werden sollen, nicht hinnehmbar.

Nur bei dem Umfang des Eingriffs in Natur und Landschaft in Richtung Rhein ergibt sich ein Vorteil der "Bergvariante". Die übrigen Nachteile lassen sich nur teilweise durch zusätzliche allerdings erheblich kostenintensive Maßnahmen vermeiden. Dies hätte zumindest dazu führen müssen, die "Bergvariante" zu verbessern, was ebenfalls nicht geschehen ist.

Eventuelle Mehrkosten der "Gleisbettvariante" relativieren sich deshalb und sind im Übrigen die zwangsläufigen Folgen der Planung eines Verkehrsprojektes, welches insbesondere mit erheblichen flächenhaften Immissionen und starken Zerschneidungseffekten gerade auch durch den Verlust von Querungsmöglichkeiten verbunden ist.

Soweit die Behörde Straßen NRW nunmehr den Versuch unternimmt, die "Gleisbett-Variante" mit dem Argument zu verhindern, sie stelle die Planung einer Ortsumgehung da und dürfe deshalb im Zuge der Beseitigung von Bahnübergängen nicht verwirklicht werden, so vertauscht dies das Planungsvorhaben mit seinen möglichen Auswirkungen in unzulässiger Weise. Für das umfassendere Planungsvorhaben der DB, nämlich die Planung des Streckenausbaus im Zuge der Betuwelinie kann dies erst recht nicht gelten.

Der Rat der Stadt Emmerich sollte deshalb darauf bestehen, dass die "Gleisbett-Variante" als die im Ansatz bessere optimiert und ebenfalls durchgeplant wird, damit die zuständigen Behörden eine sachgerechte Entscheidungsgrundlage erhalten.

Für den Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Kleve, Adalbert Niemers

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Kleve, Ludger Wittenhorst
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Rede von Adalbert Niemers auf der diesjährigen Mitgliederversammlung zu: Naturschutz als Zukunftsaufgabe
(PDF download)

 

 
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Eltener Str. 10
46446 Emmerich
Tel. 0 28 22 / 7 03 82
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