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NABU - Naturschutzbund Kreisverband Kleve e. V. - Amphibien und Reptilien

Projekte
- Amphibien und Reptilien

 

Waldeidechse

Offene Heideflächen und lückige Waldränder mit Pfeifengras auf Sandböden sind ideal für Reptilien. Leider verschwinden solche Flächen durch Überdüngung der Luft. Brombeeren oder andere Sträucher setzen sich durch. Deswegen müssen die Flächen gepflegt werden.

 

Amphibien und Schutzprojekte
Lebensweise und Schutz
Amphibien sind auf verschiedenen Gewässertypen spezialisiert. Kreuzkröte und Unken bevorzugen zeitweise von natürlichen Flüssen überschwemmte offene Kleingewässer. Sie sind im Kreis Kleve meistens an Baggerseen zu finden, weil mäandrierende Flüsse fehlen. Viele bäuerliche Kleingewässer mit Anbindung an Wiesen und Wald sind verschwunden. Privatteiche erfüllen diese Funktion nur unzureichend, weil Straßen in unmittelbarer Nähe und Gullis meistens zum Tode führen. Wiesen und Wälder bieten reichlich Kleintiernahrung. Rasen bieten keinen Schutz und zu wenig Nahrung.
Deswegen werden in zahlreichen Gemeinden Straßen zur Wanderzeit der Amphibien gesperrt oder Amphibienzäune mit Fangeimern verhindern das Überfahren der Tiere. Das ist mit erheblichem Arbeitsaufwand morgens früh und spät abends verbunden.

 
Erdkroeten

 

 

 

 

 

Erdkröten beim gefährlichen Überqueren einer Straße.

  Amphibienzaunbetreuung

Amphibienzaun Geldern: Ortsgruppe Issum-Geldern


Am Boeckelter Weg wird ein Amphibienzaun seit 2001 von der Ortsgruppe betreut. Im Winter wird die Böschung beschnitten ( Brombeeren und Sträucher) und der vorhandene Zaun repariert. Hermann-Josef Windeln (s.o.) mit der Orts- und Jugendgruppe (Naju- Gruppe Geldern/Issum) zeichnet dafür verantwortlich. Einige Naju-Mitglieder tragen auch Tiere aus den Fangeimern über die Straße. Diese Aufgabe hat federführend Frau Rüller und Herr Matthias David vom Tierschutzverein Geldern e. V. mit ihrer Arbeitsgruppe übernommen. Insgesamt werden über 5000 Amphibien pro Saison über die gefährliche Straße getragen und z. T. auch zurück. Darunter befinden sich 6 Arten (nach Häufigkeit geordnet): Erdkröte, Grasfrosch, Bergmolch, Teichmolch, Teichfrosch, Kleiner Wasserfrosch (gefährdet).
 

Strassensperre

Strassensperrungen am Marktweg in Geldern

Februar - April 19:00 bis 07:30 Uhr

Reparatur des 800m langen Amphibienzauns an der Straße "Zur Boeckelt" in Geldern Zur Boeckelt
Vernumer Str

Amphibienzaun "Vernumer Straße" in Geldern

Seit März 2006 betreuen der Nabu Geldern (Zaunaufbau und Reparatur) und die Nachbarn (Tiere morgens und abends über die Straße tragen) den Amphibienzaun von 70 m Länge.



 

 


Der Amphibienzaun an der K21 ist seit 2011 vom Kreis Kleve durch eine Untertunnelung mit stationären Fangzäunen ersetzt worden.




Lurchzäune Weeze und Uedem: Ortsgruppe Kevelaer

Sie betreut unter der Federführung von Theo Mohn (s.o.) die Amphibienzäune in Weeze und Uedem. Helfer werden dringend benötigt.
Die Population der adulten Erdkröten dort schwankt pro Zaun zwischen 3000 und 6000 Tieren pro Jahr. Andere Arten in den Fangeimern sind Grasfrosch, Berg-, Teichmolch.

Amphibienzaun

a) Krötenschutzzaun bei Schloss Wissen
Seit 1984 betreut die Ortsgruppe Kevelaer den Krötenschutzzaun bei Schloss Wissen. In diesen Jahren musste der Zaun schon dreimal komplett erneuert werden. Gelegentlich wurde der Zaun durch Verkehrsunfälle streckenweise zerstört. Waldarbeiten und herabfallende Äste verursachten weitere Schäden. So benötigt die jährliche Instandsetzung des Zaunes viele Arbeitsstunden. Die regelmäßige Kontrolle morgens und abends wird von einigen Mitgliedern der Ortsgruppe Kevelaer kontinuierlich seit 1984 durchgeführt (z.B. Hanni und Magdalena Valks). Dieser langjährige Einsatz über 28 Jahre (!) ist bewundernswürdig und verdient alle Achtung. Hoffentlich wird in den nächsten Jahren an diesem Autobahnzubringer eine professionelle Querungshilfe für Amphibien an der Straße installiert.

Statistik

b) Krötenschutzzaun in Steinbergen
1991 errichte der Uedemer Lehrer Theo Steinmann mit seinen Schülern einen ersten provisorischen Krötenschutzzaun an der L 5, nachdem er bemerkt hatte, dass die neue Kiesabgrabung Steinbergen zu einer signifikanten Zunahme der Erdkrötenpopulation im Kalbecker Wald führte und viele Tiere auf der Straße überfahren wurden. Nach dem Wegzug von Herrn Steinmann nach seiner Pensionierung übernahm Theo Mohn 1998 die Verantwortung für diesen Zaun. Die Helfertruppe hier ist allerdings sehr klein und bedarf dringend weiterer Unterstützung. Auch hier zeigen sich stark schwankende Zahlen der über die Straße getragenen Krötenpopulation.

Statistik

Offensichtliche Ursachen für die Bestandsschwankungen sind nicht erkennbar. In Frage kommen ungünstige Zeiten für die Rückwanderung der Jungkröten, die wir nicht aufsammeln können. Vielleicht spielen aber auch Fressfeinde oder Seuchen eine Rolle in der Regulation der Krötenpopulation.

Straßensperrungen

a) Ortsgruppe Geldern

Unter der Leitung von Hermann-Josef Windeln (s.o.) werden zwei Schranken der Stadt Geldern am Marktweg frühenstens ab Februar bis April um 19 Uhr geschlossen und bis 7.30 Uhr wieder geöffnet. Helfer werden noch gesucht. Die beiden Schranken sperren nachts die Strecke, die von den Amphibien fast ausschließlich genutzt wird. Hier handelt es sich um mehrere tausend Erdkröten und andere Amphibienarten.

b) Kerken

Unter der Leitung von Frau Warner werden folgende Straßen durch Schranken nachts von 18 bis 8 Uhr für den Verkehr gesperrt: Buyxdyck, Straße am Eyller See und St. Huberter Straße. Helfer gesucht!

Amphibienteiche


Die Ortsgruppe Issum hat 6 Amphibienteiche am Strohweg in Issum gebaut um den in den Wagenspuren laichenden Molchen eine dauerhafte Überlebenschance zu geben. Die ca. 8qm großen Teiche beherbergen jedes Jahr über 1000 Bergmolche, Teichmolche und Grasfrösche. Sie sind allerdings so klein, dass sie jedes Jahr entschlammt und entkrautet werden müssen.

 

 

Amphibienarten im Kreis Kleve

RL = Rote Liste Nordrhein-Westfalen 1998, Region Niederrheinisches Tiefland

Bergmolch

Bergmolch

 

Erdkröte

Erdkroete

rel. weit verbreitet

Fadenmolch

Fadenmolch

RL: von Natur aus selten

Feuersalamander

 

RL: von Natur aus selten

Grasfrosch

Grasfrosch
Grasfroesch

rel. weit verbreitet

Gelbbauchunke

Gelbbauchunke

sehr selten!

Kreuzkröte

Kreuzkroete

RL: gefährdet

Kammolch

Kammmolch

RL: gefährdet (europaweit)

Moorfrosch

Moorfrosch

RL: vom Aussterben bedroht

Seefrosch

Seefrosch

RL: Vorwarnliste

Teichfrosch

Teichfrosch

 

Kleiner Wasserfrosch

Kleiner Wasserfrosch

RL: gefährdet

Teichmolch

Teichmolch

rel. weit verbreitet


Reptilien und Reptilienprojekte

Lebensweise und Schutz

Reptilien sind sonnenliebende Tiere, weil sie in der Regel 24°C Körpertemperatur brauchen um richtig bewegungsfähig zu sein und Tiere jagen zu können. Sie brauchen deshalb warme Stellen, auf denen sie sich sonnen können ohne für Räuber direkt aufzufallen. Das trifft meistens auf sandige Gebiete mit Heide, Pfeifengras, Waldränder und Sandgruben zu.

Die hier stark gefährdeten Zauneidechsen brauchen zusätzlich noch einen warmen Ablageplatz für ihre Eier.
Die "lebendgebärenden" Waldeidechsen und Blindschleichen (Eidechsen ohne Beine) kommen mit weniger sonnigen Plätzen zurecht. Blindschleichen sind Würmer- und Schneckenfressen und deswegen gerne in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs oder nach warmem Regen.

Schlangen sind bei uns extrem selten und vom Aussterben bedroht (siehe Tabelle).
Schildkröten sind bei uns alle ausgesetzt und stammen meistens aus subtropischen oder tropischen Gebieten. Sie sterben z. T. bis zu vier Jahre lang. Die Europäische Sumpfschildkröte kann hier zwar überleben, natürlicher Nachwuchs ist in Nordrhein-Westfalen noch nie nachgewiesen worden
Damit die Reptilien eine Überlebenschance haben, werden von Der NABU-Ortgruppe Issum/ Geldern vier magere Waldränder (sandig) und zwei magere Wildwiesen (ungedüngt) einmal jährlich gemäht und das Mahdgut auf Komposthaufen gestapelt, damit dort in Zukunft einmal Schlangen ihre Brut unterbringen können, so hoffen wir. Allerdings sind die Haufen für sehr viele andere Tierarten ebenfalls sehr attraktiv. Die Wildwiesen sind auch ein "Paradies" für unsere heimischen Insekten, z. B. Tagfalter und Heuschrecken.

Reptilienarten

Amerikanische Schmuckschildkröten

Rotwangenschildkröte

ausgesetzt, bisher ohne Nachkommen

Blindschleiche

Blindschleiche

 

Europäische Sumpfschildkröte

Sumpfschildkroete

 

Ringelnatter

Ringelnatter

RL: vom Aussterben bedroht

Schlingnatter

Schlingnatter

RL: stark gefährdet

Waldeidechse

Eidechse
Waldeidechse

 

Zauneidechse

Zauneidechse

RL: stark gefährdet
 

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  Amphibien und Amphibienprojekte


Amphibienarten im Kreis Kleve


Reptilien und Reptilienprojekte


Reptilienarten


Kontakt:

Kerken:
Frau Warner
Tel. 02833-572530
Lehmacher, Michael
Tel. 02833-4651
Lintermanns, Barbara
Tel. 02833-7374


Kevelaer, Weeze, Uedem, Kalkar:

Tel. 02832-7626


Kleve, Kranenburg, Goch:
Naturschutzstation Kranenburg
Tel. 02826- 92094 -
Beratung für den Nordkreis


Straelen, Wachtendonk:

Tel. 02838-96544


Geldern, Issum, Rheurdt, Kerken:

Tel. 02831-6793


Gesucht:
 
 

1. Helfer, die morgens und abends Tiere einsammeln oder Schranken für Straßensperren bedienen möchten und Zäune warten.
2. Betreuer für Kerken, Kevelaer, Straelen, Wachtendonk usw.

Treten Sie mit uns in Kontakt

 

Weitere Infos
 
 

Interessante Informationen über Amphibien kann man auch über folgende Internet-Adresse abrufen: kaulquappe.de
Eine Vielzahl möglicher Adressen findet man auch in der Linkliste der
Weseler Station